Gepostet am Mai 19, 2014

Schöne Haut & frischer Teint

Gesunde, zarte Haut - makellos jugendliche Schönheit - ein frischer, rosiger Teint... das hätte ich gerne! Ich will mich wohl fühlen in meiner Haut! Und da soll sie bitteschön weder spannen, noch jucken und schon gar nicht die mir verhassten Pickel sprießen lassen. Aber wie stelle ich das an? Am besten ohne weder ein Vermögen, noch eine tägliche Ewigkeit investieren zu müssen... Geht das überhaupt? Mal sehen was alles Möglich ist. Wenn wir beginnen die Signale unserer Haut richtig zu deuten und diese nicht ignorieren oder gar falsch verstehen, kommt das Wohlbefinden von alleine. Ich entführe Sie im ersten Teil meines Artikels zu den Grundbedürfnissen unserer Haut - ihren heimlichen Leidenschaften und unheimlichen Begierden.

Die Haut - Spiegelbild meiner Seele

Ok. Den Spruch kenn ich. Aber muss ich jetzt erst zum Psychiater um wieder schöne Haut zu bekommen? Oder wie soll ich das verstehen?

Richtig ist, dass die Haut für unseren Körper viele extrem wichtige Aufgaben bewältigt. Sie grenzt uns von unserer Umwelt ab, schützt den Körper vor negativen Einflüssen, UV-Strahlung und Schadstoffen. Unsere Haut ist aber auch ein empfindliches Sinnesorgan. Dank ihr spüren wir Wärme oder Kälte, wir können fühlen und tasten.  Sie scheidet aber auch durch die Nahrung aufgenommene Giftstoffe aus und trägt zum Stoffwechsel bei.

Unsere Haut ist also keinesfalls da um schön zu sein, sondern sie ist schön, wenn es ihr gut geht.

Ein bisschen kann man das mit einer guten Sekretärin vergleichen: Sie fällt bestimmt nicht vom Stuhl nur weil das Telefon klingelt, der Postbote eine Unterschrift will und der Chef in der Tür steht. Das managt sie mit links. Aber wenn sie seit Monaten keinen Urlaub mehr hatte, täglich Überstunden schiebt, nicht gefrühstückt hat, keinen Parkplatz vor dem Haus bekam obwohl es regnete, die Zahlen für das Marketing nicht da sind...  und dann das Telefon klingelt und der Postbote eine Unterschrift will und ihr Chef in der Tür steht, weil keine Tinte im Füller ist - dann flippt sie aus. Und so geht es unserer Haut auch. Sie will ihre Grundbedürfnisse erfüllt haben, zwischendurch eine kleine Aufmerksamkeit und einen großen Extra-Bonus für extra Belastungen. Ganz einfach - eigentlich.

sauber machen

Das wichtigste und unspektakulärste Instrument der effektiven Hautpflege wird leider meistens gnadenlos vernachlässigt. Ich weiß von vielen meiner Kundinnen, dass sie verschiedenste Cremes und Masken, Öle und Serums, Fluides und Ampullen ausprobiert haben, aber für ihre Reinigungsprodukte haben sie kein gesteigertes Interesse gezeigt. Die Werbung hat uns ja auch jahrelang vorgetäuscht: "Wasser und Seife" reicht aus. Doch das ist leider völlig falsch! Wenn wir unsere Haut nicht vom Alltagsdreck befreien, kann sie nicht gesund bleiben. Wenn wir unsere Haut nicht regelmäßig unterstützen sich selbst zu erneuern, wird sie fahl, fad und blass aussehen. Wenn wir ihr nicht helfen die Schlackstoffe aus unserer Nahrung schnell und effektiv ausscheiden zu können, wird sie "Schadstoffdepots" anlegen, wir kennen die Folgen besser als Unreinheiten und Pickel.  Es ist also durchaus sinnvoll auf die Signale unserer Haut zu achten und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen.

Die Qual der Wahl

der erste Schlüssel zu schöner Haut liegt also schon bei deren Reinigung. Aber welches Produkt passt nun zu mir? Es gibt wie immer eine unglaubliche Auswahl an Möglichkeiten. Im Zweifelsfall sollten Sie sich unbedingt beraten lassen! Eine individuelle Hautanalyse gibt schnell und zuverlässig Aufschluss. Hier also "nur" eine Übersicht zum besseren Verständnis.

von Make-up befreien

das Make-up soll lange halten. Und wenn man ein gutes benutzt tut es das auch! Mit der normalen Reinigung ist da manchmal nix zu wollen. Gerade das Augen-Make-up ist meistens wasserfest. Nun ja, wie der Name schon sagt, geht das mit Wasser nicht weg! Also gibt es einen Augen-Make-up-Entferner. Dieser ist auf Öl-Basis und tatsächlich NUR für das Augen-Make-up geeignet.

Für die eigentliche Gesichtsreinigung spaltet sich die Welt dann in zwei Fraktionen:

die porentief – gründlich, sauber Fraktion

für alle die ein "richtig" sauberes Gefühl nach der Gesichtsreinigung wollen empfehlen sich Reinigungs-Gel oder Reinigungs-Schaum. Sie werden mit feuchten (sauberen) Händen auf das nasse Gesicht verteilt. Schnelle, rubbelnde, kreisende Bewegungen schäumen das Produkt auf und jede Pore wird blitz blank. Anschließend mit viel lauwarmen Wasser abwaschen und Creme auftragen. Alle mit einer unkomplizierten Haut, die höchstens mal zu Unreinheiten oder fettigem Glanz neigt sind diese Produkte perfekt. Und dann gibt es da noch...

... die sanft und sicher Fraktion

für jene, deren Gesichtshaut manchmal unangenehm spannt und schon Zeichen von Trockenheit aufweist fühlt sich "porentief sauber" oft mehr nach "ausgelaugt und trocken" an. Für diesen Hauttyp eignet sich viel besser eine Reinigungs-Milch. Diese ist besonders sanft zu trockener und empfindlicher Haut und reinigt trotzdem sicher und zuverlässig. Das Hautgefühl ist weich, zart und sauber. Der perfekte Start in den Tag.

das Gesichtswasser (Face-Tonic)

das Gesichtswasser ist die Geheimwaffe der Kosmetikerinnen. Leider geben diese den Insider-Tipp keinesfalls gerne weiter. Sie behalten ihren Wunder-Wirker lieber für sich. Schade eigentlich! Das Gesichtswasser ist ein geniales Produkt. Es stellt den natürlich, gesunden Hautzustand nach der Gesichts-Reinigung wieder her. Es neutralisiert die Haut, lässt Keimen und Bakterien keine Chance, erfrischt angenehm und spendet Feuchtigkeit.

Das Gesichtswasser ist also ein absolutes Allroundtalent.

Oft wird heute nur noch bei besonders schlimmen Hautproblemen ein Gesichtswasser empfohlen (wie z. B. Unreinheiten). Bei konsequenter Anwendung würden aber viele Probleme erst gar nicht auftreten.

Nun stellt sich noch die Frage: Mit oder ohne Alkohol? Endgültig kann man das erst nach einer genauen Analyse feststellen, aber meistens bevorzugen die "porentief - sauber - Typen" das Gesichtswasser mit Alkohol und die "sanft- & sicher -Typen" lieben das Gesichtswasser ohne Alkohol 😉

Peelings

das Peeling ist zwar bekannter, als das Gesichtswasser, aber leider trotzdem genauso vernachlässigt. Viele Frauen besitzen zwar ein Peeling, verwenden es aber nicht, oder viel zu selten.

Und warum ist das jetzt so wichtig?

Das Peeling hilft der Haut sich selbst zu regenerieren.

Die Haut hat die fantastische Eigenschaft sich etwa alle 28 Tage einmal komplett selbst zu regenerieren. Das bedeutet, dass wir jeden Monat aufs Neue die Chance bekommen uns perfekt um die Bedürfnisse unserer Haut kümmern zu können. Das hat nun Vor- und Nachteile.
Wenn ich mich heute Morgen mit meinem Mann streite, kann ich mich abends wieder mit ihm versöhnen und wenn alles gut geht ist am nächsten Morgen alles  vergessen.
Das geht bei meiner Haut leider nicht. Sie trägt mir meine Sünden mindestens 28 Tage nach! Und das kann manchmal unangenehm sein.

Was kann ich also tun, um mich mit meiner Haut zu versöhnen? Das ist so genial wie einfach! Mit einem Peeling löse ich die auf der Oberfläche der Haut abgestorbene Hautschüppchen ab. Meine Haut kann sich nun schneller und besser regenerieren und alles wird wieder gut. Nicht sofort - aber immerhin deutlich schneller als ohne Peeling. Der angenehme Zusatzeffekt dabei ist, dass die Haut besser durchblutet ist und gesünder aussieht. Sie wird weich und zart und fühlt sich friedlich an. Noch dazu kann sie nun auch andere Wirkstoffe perfekt aufnehmen. Genial.

Das ist in etwa so, als würde der oben genannte Chef nach der Mittagspause mit einem kleinen Strauß Blumen hereinspazieren... wir Frauen sind für so eine Geste durchaus bereit sehr viele Unannehmlichkeiten zu vergessen. Und das macht es das Peeling mit unserer Haut!

Und auch da unterscheiden wir zwischen der "porentief - gründlich" und der "sanft & sicher" Fraktion. Die "so sauber wie möglich" Begeisterten unter uns dürfen rubbeln. Beim Rubbel-Peeling sorgen kleine Schleifpartikel für das sanfte Abschmirgeln der obersten Hautschicht.

Diejenigen, die es mit einer empfindlichen Haut zu tun haben sollten tunlichst aufs rubbeln verzichten. Es würde die Haut nur unnötig provozieren, und diese würde dann vorwurfsvoll und zickig "gereizt" erscheinen. Für alle unter uns, die nicht rubbeln dürfen, gibt es das Enzym-Peeling. Hier sorgen natürliche Enzyme dafür, dass sich die überflüssigen Hautplättchen ablösen – sanft, sicher und äußerst sensibel.

Ein sehr befreiendes Gefühl und danach ist die Haut für alle tiefenwirkenden Fluid oder Cremes bestens aufnahmebereit.

Morgenstund...

Morgens sehnt sich mein Körper nach Kaffee, frischen Brötchen und meiner Zeitung. Ich spüre das Gefühl ganz deutlich und kann darauf eingehen. Aber was ist mit den Bedürfnissen meiner Haut? Ich empfinde den Bedarf nach Kaffee größer als den nach Hautpflege. Aber das kann fatale Folgen haben 😉

Also Schluss mit der morgendlichen Katzenwäsche! 

Noch vor meinem 30sten Geburtstag hätte ich mir das nie träumen lassen, aber die Zeiten ändern sich.

Mein Mann nimmt meine morgendlichen "Rekonstruierungs-Maßnahmen" mit einem leicht amüsierten Lächeln hin - ich verzichte trotzdem nur äußerst ungern darauf. Ein vernünftiger Tag startet bei mir mit einem ausgetüftelten "Morgen-Ritual": aufstehen - Wasser ins Gesicht schaufeln - langsam wach werden - Reinigungsschaum verwenden und mit viel Wasser wieder abwaschen - wach werden - Gesichtswasser (mit Alkohol) großzügig verteilen - jetzt aber wirklich wach werden! – Augen-Gel dick auf die Augenringe tupfen - Gesicht, Hals und Dekoltee mit Feuchtigkeits-Serum eincremen - Zähne putzen - anziehen - Make-up auftragen - Kaffee machen & endlich frühstücken.
Wäre ich alleine im Bad könnte das in 12 - 15 Minuten erledigt sein, da ich mir mein Leben aber mit meinem Mann und unseren beiden Kindern teilen darf verbringen wir mindestens eine halbe Stunde im Bad.

Danke fürs lesen, ich hoffe wir treffen uns wieder.
Bis dann, Ihre Katherina Back

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