Gepostet am Feb 25, 2015

Mythos Blond

Nur 2% der Weltbevölkerung sind natürlich blond! Dabei ist Blond nicht nur eine Haarfarbe, gut gemacht ist es ehr ein Lebensgefühl! Facettenreich und individuell. Bei keiner anderen Haarfarbe ist der Grad des richtigen "Tons" so schmal wie bei blond. Gut gemacht wirkt blond edel, sexy und luxuriös - schlecht gefärbt sieht es leider schnell billig aus. Wieso ist blond seit Jahrzehnten so begehrt, und stimmt es, dass Blondinen erfolgreicher sind als andere Frauen?

natürlich ist das echt!

Wie oben bereits erwähnt sind nur 2% der Weltbevölkerung "echte" Blondinen. Diese 2% tummeln sich noch dazu hauptsächlich in den skandinavischen Ländern wie Schweden, Norwegen und Finnland. Ob das Blond "echt" ist, ist also bei uns eine durchaus legitime Frage. Viel entscheidender ist allerdings, ob es echt aussieht. "Wie von der Sonne geküsst". Beachblond. Schwedenblond. Das alles sind Begriffe, die versuchen das natürliche blond möglichst genau zu beschreiben. Aber was macht ein natürlich blondes Haar so besonders? Und wie bekommt man dunkleres Haar dazu, natürlich blond auszusehen? Zwei Gute Fragen.

blondes Naturhaar

Die natürliche Haarfarbe ist bei jedem Menschen eine genetisch programmierte Mischung aus zwei unterschiedlichen Pigmenten, die noch in der Haarwurzel in das Haar eingelagert werden. Das eine nennt sich Eumelanin, es ist verhältnismäßig groß gebaut, dunkel und eigentlich recht friedlich. Das andere nennt sich Phäomelanin, das ist klein und kompakt, rot-orange und alles andere als friedlich. Die Menge dieser zwei Pigmente und das Mischungsverhältnis der beiden zueinander ergeben unsere natürliche Haarfarbe. Je weniger es davon gibt, umso heller ist das Haar. Hellblondes Haar zeichnet sich also durch die Abwesenheit von Pigmenten aus.

natürlich blondes Haar

Wie bekommt man nun dunkles Haar dazu möglichst natürlich blond auszusehen? Diese Frage beschäftigt uns Frauen schon seit Jahrhunderten! Schon im alten Rom waren blonde Haare ein begehrenswertes Statussymbol. Bleichen ist der Trick. Oder fachlich korrekt ausgedrückt: der Abbau von natürlichen und künstlichen Pigmenten. Die alten Römerinnen wären vor Neid erblasst, erführen sie von unseren heutigen Möglichkeiten. Dennoch ist es immer noch die komplizierteste Haarfarbe die wir Friseure färben. Da wir die vorhandenen natürlichen, und leider zum Teil auch künstlich gefärbten, Pigmente erst einmal los werden müssen. Ob beim ersten Aufhellen ein schönes blond herauskommt, oder ehr eine Art von Eidotterfarbe, im schlimmsten Fall sogar Orange kommt stark darauf an welche, und wie viele Pigmente ich in meinen Haaren habe. Um sicher zu sein, ein schönes blond zu bekommen lohnt es sich also definitiv einen Experten zu Rate zu ziehen.

steht mir blond überhaupt?

Ob mir persönlich blond steht, oder eben nicht, darüber haben sich mittlerweile schon fast Heerscharen von Farb- & Stilberaterinnen die Köpfe eingeschlagen. Ich habe bei diesen Terminen schon die abenteuerlichsten Sachen gehört und die haarsträubendsten Erklärungen dazu. Zum Glück gehört dieses Thema schon fast der Vergangenheit an, denn heute ist es nicht mehr zeitgemäß, die Menschen in Jahreszeiten zu zwingen und ihnen Farben "aufzuschwätzen". Zeitgemäße Typologie beschäftigt sich weniger damit, was man darf und was man nicht darf, als vielmehr mit welchen Farben man sich wohl fühlt und mit welchen eben nicht. Und das muss jeder für sich entscheiden. Mag ich blond? Ja oder Nein. Sollte meine Antwort Ja sein, kommt es auf den richtigen "Blond-Ton" an, damit der dann zu meinem Farbtyp passt.

der richtige Ton

Woher weis ich nun, welcher Ton mir steht? Im Prinzip ist das recht einfach. Da sich aber eine ganze Schönheitsindustrie, mittlerweile unzählige Friseure, Visagisten, Kosmetikerinnen und Beauty-Experten darum balgen möglichst viel Geld zu verdienen, kann man auch einfache Dinge schon gern einmal kompliziert erklären.

Letztendlich gibt es zwei große Farbfamilien: die "warmen" und die "kühlen" Typen. Bei welcher Familie ich mich wohler fühle, kann ich anhand von ein paar simplen Fragen feststellen:

  • Welche Schmuckfarbe bevorzuge ich? Gold (warm) - Silber (kalt)
  • Welche Farbe hatte/hätte mein Brautkleid? Beige/Creme (warm) - Rein weiß (kalt)
  • Welche Farbe hat mein Basic Hosenanzug? Braun (warm) - Schwarz (kalt)
  • Welche Farbe haben meine Augen? Braun/Grün (warm) - Grau/Blau (kalt)
  • Habe ich Sommersprossen oder werde ich schnell braun? Ja (warm) - Nein (kalt)

Sollte das Ergebnis 2:3 ausgefallen, oder bin ich gar gänzlich unentschlossen: Nicht verunsichern lassen! Es gibt durchaus Menschen die sich in beiden Familien gleich wohl fühlen! Ich muss mich nicht zwingend entscheiden und habe dann freie Auswahl.

Go Warm...

alcina-go-warm485*485Habe ich eine Tendenz zu WARM, dann gibt es wunderschöne warme Blondtöne. Diese werden gerne mit wohlwollenden Worten wie "Honigblond" - "Weizenblond" - "sonnig" - "Goldblond" oder "Caramelblond" umschrieben. Diese Töne eignen sich auch hervorragend als Strähnenfarbe in Kombination mit braunen oder kupferfarbenen Globalnuancen. Warme Blondtöne schmeicheln dem Taint, sie wirken harmonisch und drücken einen libenswerten Charakter aus.

Go Cool...

HaALCINA HW 2014 -blonder bobbbe ich eine Tendenz zu KALT, dann eignen sich klare, kühle Blondnuancen. Diese heißen dann gern "Platinblond" - "Lichtblond" - "Starlight" oder "Eisblond". Diesen allen ist gemein, dass sie kühl wirken und manchmal in der Sonne sogar bläulich oder violett schimmern. Kühle Blondtöne wirken besonders in kurzen Haaren spektakulär. Sie sind mehr als nur eine Haarfarbe - sie charakterisieren Stärke, Mut und Entschlossenheit.

Go blond...

Natürlich gibt es auch noch unzählige Facetten dazwischen. Die neutralen Blondtöne werden gern als Basicblond bezeichnet. Die Umschreibungen reichen von "Cappuccino" bis "Sandblond". Letztlich sollte nie der Name einer Haarfarbe zur Entscheidung führen! Denn die Werbung ist raffiniert und trickreich. Die umschreiben noch den fadesten und unspektakulärsten Ton so toll, dass man stark in Versuchung geführt wird. Ich empfehle lieber eine gewissenhafte Auswahl zu treffen, am besten bei Tageslicht und ohne Stress.

Sind Blondinen nun erfolgreicher?

Diese Frage lässt sich von mir als Friseurin definitiv nicht objektiv beantworten. Fest steht nur: erfolgreiche Frauen bevorzugen oft blonde Haare. Ob Schauspielerinnen, Modeikonen, Politikerinnen, Botschafterinnen, Ministerinnen, Geschäftsfrauen oder einfach erfolgreiche Familienmanagerinnen - Blond ist beautyful.

Danke fürs lesen, ich hoffe wir treffen uns wieder.
Bis dann Ihre Katherina Back

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